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Drohende Schatten
... ich träumte, und siehe, da war ein finsteres Gebäude, fahl beleuchtet von einem unheimlichen Mond. Eine merkwürdige Unschärfe lag in der Luft. Ich hatte dergleichen noch nie gesehen, eine seltsame, fremdartige Architektur, die ich keiner, mir bekannten Stilrichtung zuordnen konnte. Und irgendwie machte das Gebäude mir Angst ... Obgleich ich körperlos war wie ein Schatten, spürte ich einen kühlen Luftzug, als ich auf die Eingangspforte zuglitt, vielmer, es war, als zöge mich etwas gegen meinen Willen magisch an ... Eine einsame Feuerschale brannte am Eingang und spendete doch weder Licht noch Wärme. Mein Blick wanderte das Mauerwerk entlang nach oben. Dort war eine Rosette, hinter deren Glasfenster es düsterrot waberte. Und jetzt erblickte ich den Himmel, die verschwommenen Schatten waren näher gekommen. Sie sahen aus wie, ja ... fast wie ...
[Hier endet das Manuskript mit den Aufzeichnungen von Bruder Joseph. Es steht zu befürchten, dass wir nie erfahren werden, was aus ihm wurde, und welche düsteren Visonen aus seinem Traum Gestalt annahmen ...]

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